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Bilanz nach Handelsrecht - Perioden-Lifo

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Bilanz nach Handelsrecht

Perioden-Lifo

Inhaltsverzeichnis

Die Lifo-Methode (last-in-first-out) geht davon aus, dass diejenigen Vermögensgegenstände die zuletzt angeschafft wurden, das Unternehmen zuerst wieder verlassen. In der Konsequenz bedeutet dies danach, dass nur jene Vermögensgegenstände noch auf Lager liegen, die nicht zuletzt ins Lager rein gekommen sind.

Das Perioden-Lifo-Verfahren funktioniert so, dass die am Ende vorhandenen Bestände (hier also 280 kg) multipliziert werden mit jenen Einstiegspreisen aus den noch vorhanden Schichten, d.h. bei Perioden-Lifo-Verfahren, also aus den Schichten, die zuerst zugegangen sind.

Datum

Menge

Stückpreis

Wert

1.1.

100 kg

105 €

10.500 €

1.3.

180 kg

91,50 €

16.470

Bestand

280 kg

96,32 €

26.970 €

Perioden-Lifo-Verfahren

Methode

Man muss bei der Endbestandsbewertung bei Lifo, Fifo, Hifo, Lofo also immer genau andersherum denken: was zuerst verbraucht wird, ist nicht mehr da, folglich benötigt man zu Bewertung des Endbestands nur jene Schichten, die gerade noch auf Lager liegen. Dass heißt beim last-in-first-out-Verfahren, dass jene Gegenstände noch auf Lager sind, die zuerst reinkamen. Genauso beim first-in-first-out Verfahren dass jene Gegenstände noch auf Lager liegen, die zuletzt reinkamen usw.

Für das Perioden-Lifo bedeutet dies, dass die 280 kg des Endbestands sich aus der ersten Schicht zusammensetzten (denn diese ist am Ende noch da) und zusätzlich aus dem ersten Zugang vom 1. März, denn auch jene Schicht ist am Ende noch vorhanden und liegt auf Lager. Bei der Bewertung von last-in-first-out muss man also jene Gegenstände nehmen, die zuerst auf Lager geliefert wurden.

Hifo, Lofo

Das Hifo-Verfahren (highest in-first out) und das Lofo-Verfahren (lowest in-first out) sind seit der Änderung durch das BilMoG nicht mehr im HGB erlaubt. Der §256 HGB lautet seit dieser Änderung: "Soweit es den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht, kann für den Wertansatz gleichartiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens unterstellt werden, dass die zuerst oder dass die zuletzt angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände zuerst verbraucht oder veräußert worden sind. § 240 Abs. 3 und 4 HGB ist auch auf den Jahresabschluß anwendbar."