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Bilanz nach Handelsrecht - Planmäßige Abschreibungen

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Bilanz nach Handelsrecht

Planmäßige Abschreibungen

Bei der Bestimmung der planmäßigen Abschreibungen muss man zunächst vier Dinge festlegen:

  • Abschreibungsausgangswert

  • Restwert am Ende der Nutzungsdauer, so bekannt,

  • Nutzungsdauer

  • Abschreibungsmethode.

Der Abschreibungsausgangswert wird festgelegt durch die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, je nachdem, ob der Vermögensgegenstand fremdbeschafft oder selbsterstellt ist. Die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilden gleichzeitig die absolute Obergrenze für die handelsrechtliche (und steuerrechtliche) Aktivierung (§ 253 I 1 HGB).

Die Nutzungsdauer legt fest, über welchen Zeitraum ein Vermögensgegenstand abzuschreiben ist. Hierbei wird steuerlich gesehen die Nutzungsdauer oftmals durch steuerrechtliche Vorschriften festgelegt. Die Abschreibungsmethoden wiederum müssen den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen. Es existieren unterschiedliche Abschreibungsmethoden:

  • lineare Abschreibung

  • degressive

    • geometrisch-degressive

  • LeistungsAbschreibungen

Darüber hinaus sind Methodenwechsel wegen des Grundsatzes der Bewertungsstetigkeit (§ 252 I Nr. 6 HGB) nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig (§ 252 II HGB). Eine Änderung der Abschreibungsmethode durch Kapitalgesellschaften ist nach § 284 II Nr. 2 HGB ist im Anhang anzugeben und zu begründen, der Einfluss des Methodenwechsels auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist gesondert darzustellen.