ZU DEN KURSEN!

Bilanz nach Handelsrecht - Completed-contract-Methode

Kursangebot | Bilanz nach Handelsrecht | Completed-contract-Methode

Bilanz nach Handelsrecht

Completed-contract-Methode

Die Completed-contract-Methode folgt der Anwendung des Realisationsprinzips. Die Umsatzerlöse werden erst ganz am Ende, nach kompletter Fertigungsstellung des Projekts, gebucht. Die am Ende der Perioden erfolgte Teilfertigstellung führt zu einer Erhöhung der Bestände. Diese lassen sich zur Wertuntergrenze (alle Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten) bzw. zur Wertobergrenze (Wertuntergrenze zzgl. gewisser Gemeinkosten wie Verwaltungsgemeinkosten) aktivieren (§ 255 II HGB). Der jeweilige Periodenerfolg vor der kompletten Fertigstellung berechnet sich dann als „Differenz der Bestände abzgl. Aufwendungen der Periode”. Man erhält somit, wenn zur Wertuntergrenze aktiviert wird:

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse

(Wertuntergrenze)

500

1.100

1.800

2.600

-

Umsatzerlöse

0

7.000

Bestandsdifferenz

500

600

700

800

-2.600

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

100

200

300

400

4.000

GuV bei completed-contract

Wenn der Bilanzansatz zur Wertobergrenze erfolgt, werden die Verwaltungsgemeinkosten (nicht aber die Vertriebsgemeinkosten) in die Herstellungskosten einbezogen.

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse

(Wertobergrenze)

800

1.700

2.600

3.600

-

Umsatzerlöse

0

 

 

 

7.000

Bestandsdifferenz

800

900

900

1.000

-3.600

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

400

500

500

600

3.000

GuV bei completed-contract

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Der „eigentliche Gewinn“ als Summe der Gewinne der einzelnen Perioden ist bei beiden Methoden jeweils 5.000 €, nämlich 100 + 200 + 300 + 400 + 4.000 = 5.000 € bei der Aktivierung zur Wertuntergrenze und 400 + 500 + 500 + 600 + 3.000 =5.000 € bei jener zur Wertobergrenze.