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Bilanz nach Handelsrecht - Gesamtkostenverfahren

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Bilanz nach Handelsrecht

Gesamtkostenverfahren

Betrachten wir nun beide Verfahren auf Vollkostenbasis. Zuerst das Beispiel zum Gesamtkostenverfahren.

Die produzierten, aber nicht abgesetzten Mengeneinheiten werden nun auf Vollkostenbasis bewertet, d.h. mit ihrer Wertobergrenze:

Positionen

Rechnung

Betrag

Material
einzelkosten

 

200

Fertigungs
einzelkosten

 

150

Wertuntergrenze

 

350

Material
gemeinkosten

50.000/300

166,67

Fertigungs
gemeinkosten

210.000/300

700

Verwaltungskosten

25.000/300

83,33

Wertobergrenze

 

1.300

Wertobergrenze

Die produzierten, aber nicht abgesetzten Mengeneinheiten werden mit 1.300 € pro Stück, also zu Vollkosten, als Bestandserhöhung bewertet. Der Materialaufwand ist wieder die Summe aus Materialeinzelkosten und Betriebsstoffen. Der Personalaufwand setzt sich zusammen aus Fertigungseinzelkosten und sonstigen Personalkosten. Schließlich werden noch die Abschreibungen abgezogen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lautet 319.000 €. Es ist nicht gleich dem Ergebnis des Gesamtkostenverfahrens auf Teilkostenbasis wegen der unterschiedlichen Bewertung der Lagerbestandserhöhung.

Gewinn- und Verlustrechnung nach GKV (Vollkostenbewertung)

Posten

Berechnung

Betrag

Umsatzerlöse

220·3.000

660.000

Bestands
erhöhung

80·1.300

104.000

Materialaufwand

60.000+100.000

160.000

Personalaufwand

45.000+120.000

165.000

Abschreibungen

 

120.000

(davon außerplanmäßig)

 

(30.000)

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

-

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

319.000