ZU DEN KURSEN!

Bilanz nach Handelsrecht - Lösung: Handelsrechtliche Buchführung

Kursangebot | Bilanz nach Handelsrecht | Lösung: Handelsrechtliche Buchführung

Bilanz nach Handelsrecht

Lösung: Handelsrechtliche Buchführung

a) Hinweis: Es wird der Rechtsstand 2016 angewendet.

Einschlägig ist der § 241a HGB. Hiernach ist es für Einzelkaufleute möglich, welche an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen

• höchstens 600.000 € (Rechtsstand 2015: 500.000 €) Umsatzerlöse und

• 60.000 € (Rechtsstand 2015: 50.000 €) Jahresüberschuss

Gewinn aufweisen, auf die handelsrechtliche Buchführung zu verzichten. Im Jahre 2015 werden beide Grenzwerte unterschritten, allerdings ist dies das erste Jahr und also muss der Unternehmer weiterhin Buchführung betreiben. Im darauf folgenden Jahr 2016 wird einer der beiden Grenzwerte überschritten und insofern ist der Unternehmer im Jahre 2016 weiterhin zur Buchführung verpflichtet. Im Jahre 2017 wird keiner der Grenzwerte überschritten, genauso wenig im Jahre 2018. Daher ist Julian S. im Jahre 2018 von der Verpflichtung zur Buchführung befreit, nicht jedoch im Jahre 2017. Ebenso ist er im Jahre 2019 von der Buchführung befreit, da weiterhin die beiden relevanten Grenzwerte unterschritten werden.

b) Im Falle der Neugründung ist § 241a S. 2 HGB relevant. Dies bedeutet, dass die Rechtsfolgen schon dann eintreten, wenn am ersten Abschlussstichtag nach der Neugründung die Grenzwerte nicht überschritten werden. Dies heißt hierfür also, dass im Jahre 2015 der Unternehmer von der Buchführungspflicht befreit ist, nicht jedoch im Jahre 2016. Im Jahre 2017 ist er weiterhin nicht befreit, wohl allerdings im Jahre 2018, genauso im Jahre 2019.