a) Die E-GmbH erhält ihre Zahlung in US-Dollar. Steigt der Kurs des Euro bis zur Fälligkeit (mehr USD je EUR, also Abwertung des USD), erhält sie beim Umtausch weniger Euro als kalkuliert. Bei einem Kurs von 1,0800 USD/EUR würde sie heute 500.000 ÷ 1,0800 = 462.962,96 € erhalten.
b) Euro-Betrag aus dem Devisentermingeschäft: 500.000 ÷ 1,0920 = 457.875,46 €.
Swapsatz = Terminkurs − Kassakurs = 1,0920 − 1,0800 = 0,0120 USD (1,11 % des Kassakurses). Da der Terminkurs über dem Kassakurs liegt, handelt es sich um einen Report. Für die E-GmbH bedeutet er, dass sie 462.962,96 − 457.875,46 = 5.087,50 € weniger erhält als zum heutigen Kassakurs.
c) Vergleich mit dem ungesicherten Geschäft:
Kassakurs bei Fälligkeit | ungesichert | Devisentermingeschäft | Unterschied |
1,0850 USD/EUR | 500.000 ÷ 1,0850 = 460.829,49 € | 457.875,46 € | ungesichert 2.954,03 € besser |
1,1300 USD/EUR | 500.000 ÷ 1,1300 = 442.477,88 € | 457.875,46 € | Sicherung 15.397,58 € besser |
Das Devisentermingeschäft schützt vor Verlusten bei steigendem Euro, schließt aber Gewinne bei einem günstigeren Kurs aus.
d) Devisenoption (Verkaufsrecht für 500.000 USD zu 1,0900 USD/EUR, Prämie 4.000 €):
Kassakurs bei Fälligkeit | Entscheidung | Erlös | Nettoerlös nach Prämie |
1,0850 USD/EUR | Verfall, Umtausch zum Kassakurs (günstiger als 1,0900) | 460.829,49 € | 456.829,49 € |
1,1300 USD/EUR | Ausübung zum Basiskurs | 500.000 ÷ 1,0900 = 458.715,60 € | 454.715,60 € |
Beurteilung: Das Devisentermingeschäft sichert einen festen Betrag ohne Prämie und ist in beiden Szenarien hier günstiger. Die Option begrenzt den Verlust bei steigendem Euro ebenfalls, kostet aber die Prämie; dafür lässt sie die Chance auf einen günstigeren Kurs offen. Sie lohnt sich gegenüber dem Termingeschäft erst, wenn der Kassakurs bei Fälligkeit unter rund 1,0825 USD/EUR liegt (500.000 ÷ (457.875,46 + 4.000)). Die Option eignet sich besonders, wenn unsicher ist, ob das Geschäft zustande kommt (z. B. bei Angeboten), weil die E-GmbH nicht zur Lieferung der Devisen verpflichtet ist.