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Finanzmanagement - Lösung: Factoring

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Finanzmanagement

Lösung: Factoring

a) Ø Forderungsbestand = 1.200.000 € · 60 ÷ 360 = 200.000 €; Vorschuss = 80 % · 200.000 € = 160.000 €. Die restlichen 40.000 € behält der Factor als Sperrbetrag ein.

b) Kosten und Entlastungen im Vergleich (€ p. a.):

Kosten des Factorings

€

Entlastungen

€

Factoringgebühr 1,5 % · 1.200.000

18.000

Zinsersparnis Kontokorrentkredit 10 % · 160.000

16.000

Zinsen auf den Vorschuss 8 % · 160.000

12.800

entfallende Forderungsausfälle 0,5 % · 1.200.000

6.000

entfallende Kosten der Debitorenbuchhaltung

12.000

Summe

30.800

Summe

34.000

Die Entlastungen übersteigen die Kosten um 34.000 − 30.800 = 3.200 € p. a. Das Factoring lohnt sich für die F-GmbH.

c) Funktionen des Factorings:

  • Finanzierungsfunktion: Der Factor bevorschusst die Forderungen sofort nach dem Ankauf; die F-GmbH erhält Liquidität.

  • Delkrederefunktion: Beim echten Factoring trägt der Factor das Ausfallrisiko der Forderungen.

  • Dienstleistungsfunktion: Der Factor übernimmt Debitorenbuchhaltung, Mahnwesen und Inkasso.

Eigenkapitalquote vor dem Factoring: 500.000 ÷ 2.000.000 · 100 = 25,0 %.

Nach dem Factoring gehen die Forderungen (200.000 €) ab; an ihre Stelle treten der Zufluss von 160.000 € und eine Forderung gegen den Factor über den Sperrbetrag von 40.000 €. Mit dem Vorschuss wird der Kontokorrentkredit um 160.000 € zurückgeführt. Die Bilanzsumme sinkt auf 2.000.000 − 160.000 = 1.840.000 € (Bilanzverkürzung). Eigenkapitalquote: 500.000 ÷ 1.840.000 · 100 = 27,2 %. Die Kapitalstruktur verbessert sich, was sich positiv auf das Rating auswirken kann.

Expertentipp

Vergleichen Sie zum Verständnis der Lösung auch die Ausführungen im Kapitel Factoring.