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Finanzmanagement - Aufgabe: Goldene Bilanzregel und Anlagendeckungsgrad II

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Finanzmanagement

Aufgabe: Goldene Bilanzregel und Anlagendeckungsgrad II

Was besagt die goldene Bilanzregel, und wie berechnen Sie die Anlagendeckung II? Angabe zur Lösung in Kapitel Horizontale Finanzierungsregeln.

Methode

Musterlösung: Die goldene Bilanzregel verlangt Fristenkongruenz: Vermögen, das langfristig im Unternehmen gebunden ist, soll durch Kapital finanziert werden, das dem Unternehmen langfristig zur Verfügung steht.

  • Im engeren Sinne soll das Anlagevermögen vollständig durch Eigenkapital gedeckt sein: Anlagendeckung I in % = Eigenkapital ÷ Anlagevermögen · 100, Sollwert 100 %.

  • Im weiteren Sinne (fristenkongruente Finanzierung) soll die Anlagendeckung II mindestens 100 % betragen: Anlagendeckung II in % = (Eigenkapital + langfristiges FK + mittelfristiges FK) ÷ Anlagevermögen · 100.

Beispiel: Eigenkapital 1,2 Mio. €, langfristiges FK 0,9 Mio. €, mittelfristiges FK 0,3 Mio. €, Anlagevermögen 2,0 Mio. € → Anlagendeckung I = 1,2 ÷ 2,0 · 100 = 60 %, Anlagendeckung II = (1,2 + 0,9 + 0,3) ÷ 2,0 · 100 = 120 %. Die goldene Bilanzregel im weiteren Sinne ist eingehalten, die im engeren Sinne nicht. Liegt die Anlagendeckung II unter 100 %, ist ein Teil des Anlagevermögens kurzfristig finanziert; das gefährdet die Liquidität.