Wie wirken Zinsswap, Cap, Floor und Forward Rate Agreement bei der Steuerung des Zinsrisikos? Angabe zur Lösung in Kapitel Zinsabsicherung.
Methode
Musterlösung: Die Instrumente sichern Zinsänderungsrisiken ab, ohne dass der zugrunde liegende Kredit geändert wird:
Zinsswap: Zwei Partner tauschen auf einen festen Nominalbetrag Zinszahlungen, meist feste gegen variable; Kapital wird nicht getauscht. Ein Unternehmen mit variabel verzinstem Kredit zahlt im Swap den Festzins und erhält den variablen Zins und hat damit wirtschaftlich einen Festzinskredit.
Cap: Zinsobergrenze gegen Zahlung einer Prämie. Steigt der Referenzzins (z. B. 3-Monats-Euribor) über die Obergrenze, erhält der Käufer die Differenz; an sinkenden Zinsen nimmt er weiter teil. Beispiel: Kredit 1 Mio. €, Cap 3 %, Euribor 4 % → Ausgleich 1 Mio. € · 1 % = 10.000 € p. a.
Floor: Zinsuntergrenze. Der Käufer (z. B. ein Anleger) erhält die Differenz, wenn der Referenzzins darunter fällt. Ein Kreditnehmer kann einen Floor verkaufen, um die Cap-Prämie zu verbilligen (Collar).
Forward Rate Agreement (FRA): Vereinbarung eines Zinssatzes für einen künftigen Zeitraum. Zu Beginn dieses Zeitraums wird nur die Differenz zum dann gültigen Referenzzins ausgeglichen; Kapital fließt nicht.
Daneben gibt es börsengehandelte Zinsfutures als standardisierte Terminkontrakte.