Wie bestimmen Sie den internen Zinsfuß mit der Regula falsi, und wie beurteilen Sie das Ergebnis? Angabe zur Lösung in Kapitel Interne Zinsfußmethode.
Methode
Musterlösung: Der interne Zinsfuß r ist der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist. Sie berechnen den Kapitalwert mit zwei Versuchszinssätzen i1 und i2, sodass ein Kapitalwert positiv (C01) und einer negativ (C02) ist, und interpolieren linear:
r = i1 − C01 · (i2 − i1) ÷ (C02 − C01)
Beispiel: Investition 120.000 €, vier Jahre lang je 38.000 € Einzahlungsüberschuss. C01 bei 8 % = 38.000 · 3,312127 − 120.000 = 5.860,83 €; C02 bei 12 % = 38.000 · 3,037349 − 120.000 = −4.580,74 €; r = 0,08 − 5.860,83 · (0,12 − 0,08) ÷ (−4.580,74 − 5.860,83) = 10,25 % (genauer Wert 10,17 %; die lineare Interpolation überschätzt ihn leicht).
Beurteilung: Die Investition ist vorteilhaft, wenn der interne Zinsfuß über dem Kalkulationszinssatz liegt. Die Methode unterstellt, dass Rückflüsse zum internen Zinsfuß wieder angelegt werden (Wiederanlageprämisse); deshalb kann sie bei Alternativen zu einer anderen Rangfolge führen als die Kapitalwertmethode.