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Bilanz nach IAS / IFRS - Stufe 5 der Ertragsrealisation

Kursangebot | Bilanz nach IAS / IFRS | Stufe 5 der Ertragsrealisation

Bilanz nach IAS / IFRS

Stufe 5 der Ertragsrealisation

Umsatzrealisation nach Maßgabe erfüllter Leistungsverpflichtungen

Umsatzerlöse sind nach IFRS 15 dann zu realisieren, wenn die entsprechende Leistungsverpflichtung durch Übertragung eines Vermögenswerts erlischt (IFRS 15.31). Dieser Grundsatz gilt für den Verkauf von Gütern, die Erbringung von Dienstleistungen und für Fertigungsaufträge gleichermaßen. Das IASB interpretiert Dienstleistungen hierbei als Vermögenswerte, da diese (zumindest in einer logischen Sekunde) dem Kunden einen Nutzen verschaffen. Ein Vermögenswert ist als erfolgreich übertragen zu charakterisieren, wenn der Kunde Kontrolle über diesen erlangt hat. Dies bedeutet vor allem die Möglichkeit der (exklusiven) Nutzung dieses Vermögenswerts durch den Kunden (IFRS 15.33).

Für zeitraumbezogene Leistungsverpflichtungen sieht IFRS 15 gesonderte Regeln vor, durch die das Kriterium des Kontrollübergangs z. B. auf die Besonderheiten und Ausprägungen langfristiger Auftragsfertigung übertragen werden kann (IFRS 15.35-37).

Im Vergleich zum Konzept der Ertragsrealisation nach IAS 18 ist IFRS 15 als eine prinzipienorientierte Ertragserfassung zu qualifizieren. Ein fünfstufiger Überprüfungsprozess ist implementiert worden, der wiederum Sachverhaltsgestaltungen und Ermessensspielräume zulässt.