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Bilanz nach Handelsrecht - Prinzip der Wertaufhellung und Wertbegründung

Kursangebot | Bilanz nach Handelsrecht | Prinzip der Wertaufhellung und Wertbegründung

Bilanz nach Handelsrecht

Prinzip der Wertaufhellung und Wertbegründung

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Video: Prinzip der Wertaufhellung und Wertbegründung

Teil des VorsichtsPrinzips ist auch das Prinzip der Wertaufhellung. Dies besagt, dass alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, auch berücksichtigt werden, selbst dann, wenn sie erst nach dem Bilanzstichtag, aber vor der Bilanzerstellung bekannt werden. Hierbei sind allerdings

  • werterhellende Tatsachen von

  • wertbegründenden Tatsachen

zu unterscheiden. Eine Sache ist werterhellend (= wertaufhellend), wenn sie vor dem Bilanzstichtag geschah, erst nach dem Bilanzstichtag und aber vor der Bilanzerstellung bekannt wird. Sie muss in der Bilanz des alten Jahres berücksichtigt werden.

Hingegen ist sie wertbegründend, wenn sie erst nach dem Bilanzstichtag geschah und folglich erst nach dem Bilanzstichtag bekannt wird. Sie darf in der Bilanz des alten Jahres nicht berücksichtigt werden.  

Beispiel

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Beispiel:

Die X-AG hat eine Forderung in Höhe von 1.000 € gegen die Y-AG, welche am 15.12.2014 Involvenz anmeldet. Am 3.1.2015 erfährt die X-AG hiervon. Wie muss die X-AG bilanziell verfahren?

Es liegt eine werterhellende Information vor. Diese muss für den alten Jahresabschluss berücksichtigt werden. Die X-AG muss also die Forderung für das alte Jahr 2014 in ihrem Wert nach unten berichtigen.

Beispiel

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Beispiel:

Die X-AG hat eine Forderung in Höhe von 1.000 € gegen die Y-AG, welche am 15.12.2014 Involvenz anmeldet. Am 31.12.2014 erfährt die X-AG hiervon. Wie muss die X-AG bilanziell verfahren?

Es liegt weder eine werterhellende noch eine wertbegründende Information vor. Die Information muss für den alten Jahresabschluss berücksichtigt werden. Die X-AG muss also die Forderung für das alte Jahr 2014 in ihrem Wert nach unten berichtigen.

Beispiel

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Beispiel:

Die X-AG hat eine Forderung in Höhe von 1.000 € gegen die Y-AG, welche am 5.1.2015 Involvenz anmeldet. Am 8.1.2015 erfährt die X-AG hiervon. Wie muss die X-AG bilanziell verfahren?

Es liegt eine wertbegründende Information vor. Diese darf nicht im alten Jahresabschluss berücksichtigt werden, sondern vielmehr erst im neuen Jahr 2015. Die X-AG muss also die Forderung für das alte Jahr 2014 in ihrem Wert gleichlassen, denn am 31.12.2014 war diese noch voll werthaltig.