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Einkommensteuer - Haushaltsnahe Beschäftigung & Dienstleistungen, § 35a EStG

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Einkommensteuer

Haushaltsnahe Beschäftigung & Dienstleistungen, § 35a EStG

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Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen nach § 35a EStG

Video: Haushaltsnahe Beschäftigung & Dienstleistungen, § 35a EStG

Bei der Steuerermäßigung nach § 35a EStG handelt sich um eine Begünstigung für die Beschäftigung in privaten Haushalten und von haushaltnahen Dienstleistungen  und soll einen Anreiz für die legale Beschäftigung des entsprechenden Personenkreises bilden.

Die Geltendmachung der Aufwendungen ist nur möglich, wenn es sich weder um Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen handelt. Wenn zwei Steuerpflichtige in einem Haushalt wohnen, kann der Höchstbetrag nur einmal in Anspruch genommen werden. Der Haushalt des Steuerpflichtigen, für den die Leistungen erbracht werden, muss sich gemäß § 35a Abs. 5 S. 1 EStG in der EU oder dem EWR befinden. 

Höhe der Entlastung

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

Haushaltnahe Beschäftigungsverhältnisse im Sinne einer geringfügigen Beschäftigung nach § 8a SGB IV werden durch eine Minderung der tariflichen Einkommensteuer nach Minderung durch sonstige Steuerminderungen um 20 % der Aufwendungen, jedoch höchsten 510 € begünstigt. Die Begünstigung ist nach § 35a Abs. 1 EStG an einen Antrag gebunden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Beschäftigungsverhältnisse

Für haushaltnahe Dienstleistungen, die nicht unter § 35a Abs. 3 EStG fallen, oder für andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse vermindert sich die tarifliche Einkommensteuer um 20% der Aufwendungen jedoch höchtens um 4.000 €. Die Kosten können auch für Pflege- und Betreuungsleistungen in einem Pflege- oder Altersheim in Anspruch genommen werden, sofern die Leistungen mit Hilfen in einem Haushalt vergleichbar sind. Eine Begünstigung ergibt sich jedoch nur für die reinen Arbeitskosten. Die Aufwendungen müssen darüberhinaus auf das Konto des Leistungserbringers überwiesen werden und eine Rechnung an den Leistungsempfänger ausgestellt werden (vgl. § 35a Abs. 5 S. 2 und S. 3 EStG). Das Heim oder der Ort der dauernden Pflege müssen sich jedoch in der europäischen Union oder dem europäischen Wirtschaftsraum befinden. Es sind nur die Arbeitskosten begünstigt

Handwerkerleistungen

Werden Handwerkleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen in Anspruch genommen, können ebenfalls 20 % der Aufwendungen die tarifliche Einkommensteuer mindern, jedoch nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 €. Die Maßnahmen dürfen auch nicht aus öffentlichen Mitteln gefördert werden. Die Förderung von steuerfreien Zuschüssen oder vergünstigten Darlehen fällt nicht unter die öffentliche Förderung im Sinne des § 35 Abs. 3 S. 2 EStG. Es sind wie in den anderen Fällen des § 35a EStG gemäß § 35a Abs. 5 S. 2 und S. 3 EStG nur die Arbeitskosten begünstigt. Weiterhin müssen die Aufwendungen auf das Konto des Leistungserbringers gezahlt werden und der Leistungsempfänger eine entsprechende Rechnung erhalten.