Für die Analyse werden aus der Handelsbilanz besondere Bilanzen abgeleitet:
- Die Strukturbilanz bereitet eine einzelne Bilanz für die Kennzahlenbildung auf: Die Aktivseite wird nach der Liquidierbarkeit geordnet, die Passivseite nach Eigen- und Fremdkapital und dieses nach der Fristigkeit.
- Die Beständedifferenzenbilanz stellt zwei aufeinanderfolgende Bilanzen gegenüber und zeigt für jeden Posten die Veränderung. Sie gliedert noch nicht nach Mittelherkunft und Mittelverwendung und ist damit die Vorstufe zur Bewegungsbilanz.
- Die Bewegungsbilanz (auch Veränderungsbilanz) ordnet die Veränderungen nach Mittelverwendung (Aktivmehrungen, Passivminderungen) und Mittelherkunft (Passivmehrungen, Aktivminderungen). Sie ist die Hinführung zur Kapitalflussrechnung. Die erweiterte Bewegungsbilanz ergänzt die Nettoveränderungen um Bruttobewegungen aus Gewinn- und Verlustrechnung und Anlagenspiegel (z. B. Investitionen und Abschreibungen statt nur der Veränderung des Anlagevermögens).
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