ZU DEN KURSEN!

Finanzmanagement - Geldwäschegesetz

Kursangebot | Finanzmanagement | Geldwäschegesetz

Finanzmanagement

Geldwäschegesetz

Unter Geldwäsche versteht man die Einführung illegal erworbener Vermögenswerte in den legalen Finanzkreislauf, wenn ihr Ursprung verschleiert wird. Nach § 261 StGB ist sie strafbar. Ein Kreditinstitut und seine Mitarbeiter treffen

wenn ein gewisser Betrag in bar, in Wertpapieren oder Edelmetallen angenommen wird oder dieser Betrag bei offensichtlicher Verbindung mehrerer kleiner Finanztransaktionen erreicht wird (= smurfing).

Identifizierungspflichten

Die Identifizierungspflichten lauten wie folgt.

  • Regel:

    • Identifizierung durch Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses (§ 2 GwG)

    • Möglichkeit, hiervon abzusehen,

      • wenn Person dem Bankangestellten persönlich bekannt ist und (!)

      • eine Legitimationsprüfung schon vorher durchgeführt wurde (§ 7 GwG)
         

  • Ausnahme:

    • regelmäßige Barzahlungen von Unternehmen

      • Namen der für das Unternehmen handelnden Personen müssen dem Kreditinstitut mitgeteilt werden

      • lediglich bei der ersten Ein- oder Auszahlung erfolgt eine Identifikation,

      • bei späteren Verfügungen muss der Name des Ein- oder Auszahlenden auf den Belegen aufgezeichnet werden.
         

    • Einzahlungen über den Nachttresor

      • der Kontoinhaber muss erklären, dass er lediglich Geld für eigene Rechnung über den Nachttresor einzahlt

    • Mitarbeiter eines Geldbeförderungsunternehmens

      • keine Identifikationsüberprüfung erfolgt,

      • allerdings wird der Name des Mitarbeiters festgehalten.
         

Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten

An Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sind zu erwähnen

  • Aufzeichnung des Namens der auftretenden Person

    • ggf. Identifizierungsdaten (= Kopie oder Daten des Ausweises festhalten),
       

  • Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten

    • eigene Rechnung

    • fremde Rechnung

      • Name und Anschrift des wirtschaftlich Berechtigten,
         

  • Geschäftsart, d.h Annahme oder Abgabe von

    • Bargeld (Euro oder Sorten),

    • Wertpapieren

    • Edelmetallen.

Die Aufzeichnungen sind schließlich sechs Jahre lang aufzubewahren.