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Bilanz nach Handelsrecht - Bewertung des Vermögens

Kursangebot | Bilanz nach Handelsrecht | Bewertung des Vermögens

Bilanz nach Handelsrecht

Bewertung des Vermögens

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Inhaltsverzeichnis

Video: Bewertung des Vermögens

Merke

LEHRZIELE:
Sie sollen nach Durcharbeiten dieses Kapitels wissen, wie man einen Vermögensgegenstand oder eine Schuld in der Bilanz bewertet. Hierbei ist insbesondere wichtig, dass Sie das Höchst- und das Niederstwertprinzip kennen sowie die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Weiter sollten Sie die einzelnen Verfahren der planmäßigen Abschreibungen kennen und entscheiden, wann (d.h. ob) eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen ist.

Im vorliegenden Kapitel Bewertung (= Bilanzierung der Höhe nach) behandeln wir die Frage, mit welchem Betrag eine Sache in die Bilanz Eingang findet.

Video: Bewertung des Vermögens

Methode

Anmerkungen zum Video:

Bei Minute 4:30 muss es statt § 255 Abs. 3 Satz 3 heißen § 253 Abs. 3 Satz 5

Bei Minute 8:25 muss es statt § 255 Abs. 3 Satz 4 heißen § 253 Abs. 3 Satz 6

Bei Minute 15:20 muss es statt 255 Abs. 5 Satz 2 heißen: 253 Abs. 5 Satz 2

Merke

Wir reden also hier nur über Gegenstände, die nicht mit einem Bilanzierungsverbot belegt waren, bzw. bei denen vom existierenden Wahlrecht Gebrauch gemacht wurde. Wenn nicht Gebrauch gemacht wurde vom Wahlrecht, so wird vielmehr die Gewinn- und Verlustrechnung angesprochen und nicht die Bilanz! Bei der Höhe des Ansatzes auf der Aktivseite existieren unterschiedliche Prinzipien

  • Höchstwertprinzip
     
  • Niederstwertprinzip.

Das Höchstwertprinzip besagt, dass ein Gegenstand höchstens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert werden darf. Das Niederstwertprinzip hingegen greift, wenn der Gegenstand bereits aktiviert ist und beantwortet die Frage, wie man mit Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) umgehen muss. Das Niederstwertprinzip existiert in doppelter Ausführung:

  • strenges Niederstwertprinzip

    • gilt für das Umlaufvermögen (§ 253 IV 1 HGB) und
       

  • gemildertes Niederstwertprinzip

    • gilt für das Anlagevermögen (§ 253 III 5, 6 HGB).

Merke

Das Höchstwertprinzip besagt auf der Passivseite, dass Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag anzusetzen sind (§ 253 I 2 HGB).