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Einkommensteuer - Vergünstigte Überlassung einer Wohnung

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Einkommensteuer

Vergünstigte Überlassung einer Wohnung

Vor allem unter nahen Angehörigen (aber nicht nur unter diesen) ist es mitunter gang und gäbe, dass Wohnungen weit unterhalb des marktüblichen Preises vermietet werden.

Die Finanzverwaltung sieht hierbei vor, dass die Nutzungsüberlassung der Wohnung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen ist, wenn die gezahlte Miete weniger als 66 % der ortsüblichen Marktmiete beträgt.

Merke

Die Konsequenz hieraus ist, dass Werbungskosten nur insofern abgezogen werden dürfen, wie sie auf den entgeltlichen Teil der Miete entfallen. Sämtliche auf den unentgeltlichen Teil entfallenden Kosten bleiben unberücksichtigt. Dies trifft insbesondere auch für jenen Teil der Absetzungen für Abnutzung zu, welcher auf den unentgeltlichen Teil entfällt.

Hierbei geht man von der Warmmiete, dies bedeutet Kaltmiete zuzüglich der Umlagen, aus. Die ortsübliche

Marktmiete wird durch Heranziehung der Mietspiegel ermittelt, welche von den Städten und Gemeinden erstellt werden. Bei einem Entgelt von über 66 % der ortsüblichen Marktmiete muss die Einkünfteerziehungsabsicht nicht geprüft werden, sie wird als gegeben angenommen (§ 21 II 2 EStG). Zusammenfassend erhält man:

  • Miete geringer als 66 % der ortsüblichen Marktmiete:

     - Aufteilung in 

        1. entgeltlichen Teil und

        2. unentgeltlichen Teil,

  • Miete höher 66 %:

     - keine Aufteilung.