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Finanzmanagement - Zum Begriff des Devisentermingeschäft

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Finanzmanagement

Zum Begriff des Devisentermingeschäft

Unter Devisentermingeschäften versteht man den An- und Verkauf von Devisen, die erst später verfügbar sind (= Termindevisen). Die Erfüllung des Geschäfts, also die Lieferung der Devisen, liegt also in der Zukunft. Man unterscheidet, in Abhängigkeit vom Termin der Gültigkeit, den

  • Kassakurs und den

  • Terminkurs.

Kassakurs ist der „heute“ (genauer: zum Zeitpunkt der Betrachtung) gültige Wechselkurs, Terminkurs ist derjenige Wechselkurs, der in der (betrachteten) Zukunft liegt.

Die Differenz zwischen den beiden bildet den sog. Swapsatz, der als

  • Report

    • Terminkurs höher als Kassakurs bzw. als

  • Deport

    • Terminkurs niedriger als Kassakurs

vorkommt.

Expertentipp

Hier klicken zum AusklappenWir meinen hier die Mengennotierung, also $/€ bzw. /€ etc. Die Preisnotierung wäre €/$ bzw. €/₤ etc.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenAm 2.1.2009 koste 1 € an der Börse 1,25 US-\$. Wenn man sein Geld per Termin 2.4.2009 tauschen möchte, so erhält man hingegen 1,36 US-\$. Berechne den Swapsatz. Handelt es sich um einen Report oder einen Deport?

Der Kassakurs liegt bei 1,25 \$/€, der Terminkurs bei 1,36 \$/€. Der Terminkurs liegt über dem Kassakurs, man spricht folglich von einem Report. Dieser beträgt

Report = 1,36 \$/€ - 1,25 \$/€ = 0,11 \$/€.

Merke

Hier klicken zum AusklappenAn den Devisenterminmärkten sind nicht die Erwartungen über Auf- oder Abwertungen der Währungen entscheidend, sondern vielmehr die Zinsunterschiede zwischen Geldanlagen in den unterschiedlichen Ländern.

Es gilt:

  • Währung von Ländern mit hohem Zinsniveau

    • haben eine Report,
       

  • Währungen von Ländern mit niedrigem Zinsniveau

    • haben einen Deport.

Devisentermingeschäfte kommen schließlich entweder als

  • Outrightgeschäfte (= Sologeschäfte) oder als

  • Swapgeschäfte

vor.