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Finanzmanagement - Lastschriftverfahren

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Finanzmanagement

Lastschriftverfahren

Unter Lastschrift versteht man ein Instrument des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, mit der der Empfänger unter Einschaltung von Kreditinstituten vom Konto des Zahlungspflichtigen fällige Forderungen einziehen lassen kann.  

Folgende Abbildung verdeutlicht die Zahlungsabwicklung bei Lastschriften:

Rechtsbeziehungen beim Lastschriftverfahren

Abb. 1: Rechtsbeziehungen beim Lastschriftverfahren

Rechtliche Grundlagen

Das Lastschriftverfahren ist insbesondere dann geeignet, wenn Forderungen

  • in großen Massen

  • gegenüber einem bestimmten Kreis von Schuldnern

laufend entstehen.

Wichtig ist, dass das Lastschriftverfahren gewissermaßen in zwei Schritten abläuft:

  • Zustimmung des Zahlungspflichtigen zum Forderungseinzug durch Lastschrift durch

    • Einzugsermächtigung oder

    • Abbuchungsauftrag,
       

  • Lastschriftvereinbarung zwischen dem Empfänger der Zahlung und der ersten Inkassostelle.

Bei der Einzugsermächtigung erklärt der Zahlungspflichtige dem Zahlungsempfänger schriftlich (!), dass dieser die fälligen Beträge mittels Lastschrift von seinem Konto einziehen kann.

Merke

Hier klicken zum AusklappenHandelt es sich um einen Einmaleinzug in kleiner Höhe, so darf die Einzugsermächtigung ausnahmsweise auch mündlich erteilt werden.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenFritz aus Erkenschwick zahlt eine Zeitungsannonce, in der er eine Putzhilfe sucht. Die Annonce kostet 7,50 €, er erteilt mündlich die Erlaubnis zum Einzug des fälligen Betrags durch die Zeitung.

Die Einzugsermächtigung ist jederzeit widerruflich.

Wichtig ist, dass der Zahlungspflichtige der Belastung auch widersprechen kann. Von seinem Widerrufsrecht hat er innerhalb von acht Wochen nach Belastung Gebrauch zu machen.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenDie Einzugsermächtigung als Form der Lastschrift wird bei regelmäßig anfallenden, kleineren Beträgen angewendet, z.B. bei
- Versicherungsprämien und
- Telefongebühren.

Die Erteilung einer Lastschrift ist schließlich auch möglich als Abbuchungsauftrag. Hierbei ermächtigt der Zahlungpflichtige die Zahlstelle, die von einem bestimmten Zahlungsempfänger vorgelegten Lastschriften zu Lasten seines Kontos einzulösen. Dieser Auftrag erfolgt schriftlich und ist jederzeit widerruflich. Vor jeder Kontobelastung muss die Zahlstelle überprüfen, ob ein Abbuchungsauftrag des Zahlungspflichtigen überhaupt vorlag.

Merke

Hier klicken zum AusklappenDies ist bei Einzugsermächtigungen anders. Hier erfolgt keine Prüfung der Zahlstelle.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenAbbuchungsaufträge passieren speziell bei größeren Forderungsbeträgen, z.B. bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.