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Finanzmanagement - Bestandteile des Wechsels

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Finanzmanagement

Bestandteile des Wechsels

Man unterscheidet

  • gesetzliche und

  • kaufmännische

Bestandteile.

Gesetzliche Bestandteile

Die gesetzlichen Bestandteile sind wie folgt

  • Bezeichnung „Wechsel“

    • unbedingte (!) Anweisung, eine bestimmte Geldsumme zu bezahlen

    • wenn eine Bedingung angegeben wird, so wird der Wechsel ungültig

    • Name des Bezogenen

    • fehlt die Angabe, so ist der Wechsel nichtig
       

  • Verfallzeit

    • wenn nicht vorhanden, gilt der Wechsel als Sichtwechsel
       

  • Angabe des Zahlungsortes

    • fehlt diese Angabe, so ist der beim Namen des Bezogenen angegebene Ort der Zahlungsort

    • fehlt auch der Name des Bezogenen, so ist der Wechsel nichtig
       

  • Name des Wechselnehmers oder Namen der Wechselnehmer

    • der Wechselnehmer ist diejenige Person, an den bzw. an dessen Order gezahlt werden soll

    • der Wechselnehmer darf nicht der Inhaber sein

    • die Orderklausel („oder Order“) ist entbehrlich, da der Wechsel ein geborenes Orderpapier ist

    • Wechsel kann gestellt werden

      • an eigene Order oder

      • an fremde Order
         

  • Ort und Tag der Ausstellung

    • Ort

      • fehlt dieser, so gilt der Ort, der beim Namen des Ausstellers angegeben ist, als Ausstellungsort

      • fehlt auch dieser, so ist der Wechsel nichtig
         

    • Tag

      • fehlt das Ausstellungsdatum, so ist der Wechsel nichtig
         

  • Unterschrift des Ausstellers

    • der Aussteller bzw. ein Vertreter muss den Wechsel eigenhändig unterschreiben

    • Aussteller haftet für Annahme und Zahlung des Wechsels.

Kaufmännische Bestandteile

Zusätzlich zu den gesetzlichen Bestandteilen existieren noch kaufmännische Bestandteile:

  • Ortsnummer des Zahlungsorts

    • besteht aus den ersten drei Ziffern der Bankleitzahl des Kreditinstituts
       

  • Wiederholung dieses Zahlungsorts am oberen Rand des Wechsels

  • Wiederholung des Verfallstags am oberen Rand des Wechsels

  • Zusatz „erste Ausfertigung“ bzw. „zweite Ausfertigung“

    • wenn es mehrere Ausfertigungen ein und desselben Wechsels geben sollte, bspw. im Auslandsverkehr
       

  • Wiederholung der Wechselsumme in Ziffern

  • Zahlstellenvermerk

    • wird ausgefüllt, wenn der Wechsel bei einem Kreditinstitut zahlbar
       

  • Anschrift des Ausstellers