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Bilanz nach IAS / IFRS - Ziele der Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kursangebot | Bilanz nach IAS / IFRS | Ziele der Eigenkapitalveränderungsrechnung

Bilanz nach IAS / IFRS

Ziele der Eigenkapitalveränderungsrechnung

Das Eigenkapital von Aktiengesellschaften beinhaltet sowohl feste als auch variable Eigenkapitalkonten. Bei einer langfristigen Betrachtung zeigt sich, dass sich das gezeichnete Kapital nicht verändert, wohingegen sich Rücklagen kurzfristig verändern lassen. Untersucht man die Bildung und Auflösung der Kapitalrücklagen, der Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen, so lassen sich darin unterschiedliche Regelungen aufweisen.

Im folgendem werden die vier wesentlichen Rücklagen näher untersucht und beschrieben:

  • Kapitalrücklage

  • gesetzliche Rücklage

  • satzungsmäßige Rücklage

  • sonstige Gewinnrücklagen.

Die Kapitalrücklage dient dem Zweck der Verlustdeckung und darf für Ausschüttungszwecke nicht aufgelöst werden. Gesetzliche Rahmenbedingungen bei der Auflösung einer Kapitalrücklage zeigen sich im Aktiengesetz § 150 Abs. 3 und § 150 Abs. 4 AktG.

Die gesetzliche Rücklage bildet einen Teil der Gewinnrücklage. Ihre Behandlung, ihr Zweck und ihre Aufgaben sind vergleichbar mit denen der Kapitalrücklage.

Die satzungsmäßige Rücklage ist nur für bestimmte Zwecke geeignet, für die ein regelmäßiger Bedarf unterstellt wird. Die Auflösung dieser Rücklage ist von den Bestimmungen der Satzung abhängig.

Die Auflösung sonstiger Gewinnrücklagen sind zeitlich unbeschränkt und dienen beispielsweise der Ausschüttung zur Zahlung der Dividenden an Aktionäre.

Die Aufstellung einer Eigenkapitalveränderungsrechnung verfolgt das Ziel, die Nachvollziehbarkeit der Entwicklungen der einzelnen Eigenkapitalposten für die Aktionäre zu gewährleisten und zu ermöglichen. Infolgedessen soll eine genaue Darstellung der Eigenkapitalveränderungen sowie seiner Zu- und Abnahmen erreicht werden.