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Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit - Durchführung der Ausbildung

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Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit

Durchführung der Ausbildung

Wir gehen im folgenden insbesondere ein auf

  • Ausbildungsmethoden und

  • das Führen des sog. Berichtshefts.

Ausbildungsmethoden

Wir unterscheiden bei den Ausbildungsmethoden unterschiedliche Unterweisungstechniken

  • Vormachen

  • Vorführen,

  • Vorzeigen

  • Abbilden

  • Besichtigen.

Beim Vormachen wird bis zur Vollendung der Arbeit gezeigt, wie eine Arbeit zu vollziehen ist.

Beispiel

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Es wird gezeigt, wie eine kalte Platte für ein kaltes Buffet anzurichten ist.

Beim Vorführen wird dem Auszubildenden ein konkreter Arbeitsvorgang gezeigt und erklärt. Vorzeigen bedeutet, dass geeignete Werkzeuge bzw. Maschinen bzw. Rohstoffe gezeigt werden.

Beispiel

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Das Zubereiten eines Gerichts in einer Ausbildung zum Koch.

Besichtigung bedeutet, dass ein Vorzeigen bzw. ein Vorführen nicht in der nötigen Umgebung möglich ist. Deshalb ist eine Exkursion vonnöten.

Beispiel

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Die Lagerhaltung von Wein lässt sich durch eine Besichtigung erklären.

Erstellung eines Berichtshefts

Als Ausbildungsnachweis muss ein Auszubildender ein Berichtsheft über die Berufsausbildung führen. Wir gehen ein auf

  • den formalen Hintergrund,

  • den pädagogischen Hintergrund,

  • den Inhalt und

  • seine Bedeutung für die Prüfung.

Zum formalen Hintergrund ist zu sagen, dass in allen Berufen der dualen Ausbildung das Führen eines Berichtshefts als schriftlicher Ausbildungsnachweis vorgeschrieben ist. Pägogischer Hintergrund des Berichtshefts bedeutet, dass der Auszubildende dazu angehalten wird, aus seiner Sicht den erreichten Ausbildungsstand zu dokumentieren bzw. zu reflektieren.

Im Berichtsheft soll es zu einer Dokumentation der Inhalte als auch des Verlaufs der Ausbildung kommen. Insb. sollen die an der Ausbildung Beteiligten, also die zur Überwachung der Berufsausbildung zuständigen Stellen, so einen Nachweis der Ausbildung erhalten. Zur Bedeutung für die Prüfung ist zu sagen, dass der ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweis Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung ist (§ 43 I Nr. 2 BBiG). Er ist allerdings lediglich Nachweis der ordnungsgemäßen Ausbildung und darf nicht an sich benotet werden.

Ausbildungsvertrag

Die Hauptpflicht des Ausbildenden (also des Arbeitgebers) ist gleichzeitig das Recht des Auszubildenden. Hierzu gehört die Vermittlung der notwendigen Fertigkeiten und der Kenntnisse, welche dazu geeignet sind, das Ausbildungsziel zu erreichen. Der Auszubildende hat die Pflicht, sich zu bemühen, die Fertigkeiten, aber auch die Kenntnisse zu erwerben, welche ihn befähigen, sein Ausbildungsziel zu erreichen.

Merke

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Man spricht von einem sog. Austauschverhältnis der Ausbildungspflicht des Ausbildenden als auch der Lernpflicht des Auszubildenden.

Der Auszubildende hat die Pflicht zur Teilnahme am Berufsschulunterricht, außerdem die Pflicht, die Zwischenprüfung abzulegen als auch die notwendigen ärztlichen Untersuchungen nachzuweisen. Er hat außerdem die Pflicht, Sorgfalt gegenüber den betrieblichen Einrichtungen zu wahren und die betriebliche Ordnung zu beachten. Ebenso liegt es in seiner Pflicht entsprechend der eigenen Fähigkeiten zu lernen und den Ausbildungsnachweis zu führen.

Der Ausbilder, also der Arbeitgeber, hat die Freistellung für den Berufsschulunterricht zu beachten sowie die Gewährung von Urlaub. Gewisse Kompetenzen sollen durch die Ausbildung erreicht werden. Z.B. die Persönlichkeitsbildung, sowie die Entwicklung von Handlungskompetenzen in beruflichen und privaten Situationen (wie z.B. Sozial- und Humankompetenz).

Prüfungsvorbereitung und -teilnahme

Wir gehen ein auf die Punkte

  • Anmeldung

  • Freistellung

  • Abschluss und Verlängerung der Ausbildung

Zur Anmeldung: Um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden, muss man sich hierfür anmelden. Es ist weiterhin möglich, als Externer an der Abschlussprüfung teilzunehmen (§ 45 BbiG). Hierfür müssen Fertigkeiten, Kenntnisse als auch Fähigkeiten des Ausbildungsberufes, in dem die Prüfung abgelegt werden soll, nachgewiesen werden. Dies bedeutet insbesondere, dass man das 1,5-fache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit in jenem Beruf tätig gewesen ist, in welchem die Prüfung abgelegt werden soll. Zur Freistellung ist zu sagen, dass ohne Rücksicht auf das Lebensalter festgesetzt wird, dass alle Auszubildenden für die Teilnahme an Prüfungen freizustellen sind. Dies gilt für Zwischenprüfungen, aber auch für Abschluss- und Wiederholungsprüfungen. Für die Zeit der Freistellung ist Auszubildenden weiterhin die Ausbildungsvergütung vom Arbeitgeber zu bezahlen.

Dann zur Verlängerung der Ausbildung: Der Auszubildende wird normalerweise ein Interesse daran haben, seine Ausbildung möglichst schnell und möglichst erfolgreich abzuschließen. Allerdings können durchaus Fälle auftreten, in welchen es denkbar sein könnte, die Ausbildung zu verlängern. Dies könnte der Fall sein bei längerer Unterbrechung der Ausbildungszeit wegen eines Verlusts des Arbeitsplatzes bzw. bei nicht bestandener Abschlussprüfung. Außerdem könnte es anzuraten sein bei längeren Fehlzeiten während der Ausbildung, welche z.B. durch Krankheit oder durch eine Schwangerschaft hervorgerufen worden sein könnten. Darüber hinaus könnte es sein, dass der Auszubildende fachlich schwach ist und deswegen das Bestehen der Prüfung als nicht wahrscheinlich angesehen wird.