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Konzernbilanz nach Handelsrecht - Aufgabe: Pflicht zur Erstellung einer Konzernbilanz nach HGB

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Konzernbilanz nach Handelsrecht

Aufgabe: Pflicht zur Erstellung einer Konzernbilanz nach HGB

Aufgabe:

Die Ana AG mit Sitz in Düsseldorf hat mehrere Unternehmensbeteiligungen. Zunächst besitzt sie 60 % der Alexander GmbH, darüber hinaus 70 % an der Natalie KG (über die unlängst das Insolvenzverfahren eröffnet wurde), 20 % an der Franz AG und 30 % der Scharmuster GmbH mit Sitz in Denver, Colorado. Zusätzlich hält sie 40 % der Anteile derDegen AG. Zwei von drei Mitgliedern des Aufsichtsrates der Degen AG sind von der Ana AG entsandt. Der Franz AG wiederum hat sich durch Beherrschungsvertrag die X-GmbH unterstellt. Die Alexander GmbH und die Natalie KG sind mit 70 % und 30 % Alleingesellschafter der Thumu AG mit Sitz in Essen.

a)Welche Unternehmung muss nach HGB einen Konzernabschluss aufstellen? Gibt es von der Pflicht Ausnahmen?

b)Welche Unternehmen sind in den jeweiligen Konzernabschluss einzubeziehen?

Vertiefung

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Lösung:

Die Alexander-GmbH und die Thumu-AG bilden einen Teilkonzern, denn die Alexander-GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz im Inland und hat einen beherrschenden Einfluss durch ihren Anteil von 70 % an der Thumu-AG. Die Natalia-KG und die Thumu-AG bilden keinen Teilkonzern, jedenfalls nicht nach Sicht des HGB, weil die Natalia-KG keine Kapitalgesellschaft ist. Auch nach dem Publizitätsgesetz handelt es sich um keinen Konzern mangels fehlender Angaben zu den konzernbezogenen Größenkriterien.

Fraglich ist, ob die Ana-AG als Mutter mit der Alexander-GmbH und der Natalia-KG als Tochter einen Konzern bilden. Richtig ist, dass die Ana-AG eine Kapitalgesellschaft mit Sitz im Inland ist und an der Alexander-GmbH einen beherrschenden Einfluss besitzt wegen ihres Unternehmensanteils von 60 %. Die Natalia-KG darf einbezogen werden, muss aber nicht, wegen der nachhaltigen Beeinträchtigung des Vermögens (§ 296 I Nr. 1 HGB).

Bei der Degen-AG besitzt die Ana-AG zwar nicht die Mehrheit der Stimmrechte, jedoch wird die Mehrheit der Mitglieder des Aufsichtsrats von der Ana-AG entsandt. Deswegen ist die Degen-AG eine Tochter der Ana-AG und folglich hier im Konzernabschluss mit einzubeziehen. Schließlich ist auch die Thumu-AG als Tochter der Alexander-GmbH eine Tochter der Ana-AG und gehört zum Konzern der Ana-AG hinzu. Insgesamt handelt es sich also um einen zweiten Konzern, der aus der Ana-AG als Tochter, der Alexander-GmbH, der Natalia-KG, der Degen-AG und auch der Tumor-AG besteht. Die Natalia-KG muss allerdings in diesem Teilkonzern nicht einbezogen werden wegen des Wahlrechtes auf Einbezug nach § 296 I Nr. 1 HGB.

Die Schirmeister-AG ist keine Tochter der Ana-AG, weil lediglich ein Anteilsbesitz von 30 % besteht, der nicht beherrschend ist. Schließlich ist noch die Franz-AG Mutter der X-GmbH, da sich letztere durch Beherrschungsvertrag der Franz-AG unterworfen hat. Die Franz-AG ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz im Inland, insgesamt handelt es sich also um einen Konzern, der aus Franz-AG und X-GmbH besteht.