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Konzernbilanz nach Handelsrecht - Aufgabe: Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses

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Konzernbilanz nach Handelsrecht

Aufgabe: Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses

Aufgabe:

In welchen der nachfolgend genannten Fälle muss ein Konzernabschluss erstellt werden?

a) Die Trulla-KG mit Sitz in Berlin verfügt über 70 % der Stimmrechte an der inländischen X-AG.

b) Die Dalmatia-AG mit Sitz in Kassel verfügt über 60 % der Stimmrechte an der ausländischen Lexus-KG.

c) Die Oxia-AG mit Sitz in Braunschweig verfügt über 40 % der Stimmrechte an der Franzia-KG aus Brüssel.

d) Die Flexa-GmbH mit Sitz in Paris verfügt über 75 % der Stimmrechte an der Düssel-KG mit Sitz in Köln.

e) Die Lulu-GmbH mit Sitz in Köln verfügt über 51 % der Stimmrechte an der Müller-GbR aus Kassel.

f) Die Fritz-AG aus Münster hat im Rahmen eines spekulativen Aktiengeschäfts 60 % der Trulla-AG aus Aachen erworben.

Vertiefung

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Lösung:

Wichtig ist, dass eine

  • inländische

  • Kapitalgesellschaft

  • einen beherrschenden Einfluss

    • unmittelbar oder

    • mittelbar

  • an einer anderen Unternehmung

    • Sitz beliebig

    • Rechtsform beliebig

ausübt.

Dies ist bei a), c) und d) nicht der Fall, insofern sind diese Aussagen falsch.

b) Die Dalmatia-AG ist eine inländische Kapitalgesellschaft und übt unmittelbar beherrschenden Einfluss auf die Lexus-KG aus. Insofern ist sie zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

e) Die Lulu-GmbH ist eine inländische Kapitalgesellschaft und übt unmittelbar beherrschenden Einfluss auf die Müller-GbR aus. Insofern ist sie zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

f) Zwar ist die Fritz-AG inländische Kapitalgesellschaft und übt unmittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Trulla-AG aus Aachen aus, aber nach § 296 I Nr. 3 HGB könnte sie von der Pflicht befreit sein, denn sie hat die Anteile ausschließlich zum Zwecke ihrer Weiteräußerung erworben.