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Lohnsteuer - Laufender Arbeitslohn

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Lohnsteuer

Laufender Arbeitslohn

Laufender Arbeitslohn gilt in jenem Kalenderjahr als bezogen, in welchem der Lohnzahlungszeitraum endet (!) (§ 11 I 4 EStG i.V.m. § 38a I 2 EStG). Dies ist eine Ausnahme vom Zuflussprinzip des § 11 I 1 EStG, welcher normalerweise im Einkommensteuerrecht gilt.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenFritz X., Mitarbeiter der Bund-AG, erhält seinen Dezemberlohn des vorherigen Jahres am 3.1. des Folgejahres ausbezahlt.

Die Zahlung des Gehalts erfolgt im Folgejahr, trotzdem ist sie dem Vorjahr zuzuordnen, denn der Lohnzahlungszeitraum endet am 31.12..

Eine Ausnahme hiervon besteht dann, wenn der laufende Arbeitslohn nicht innerhalb der ersten drei Wochen nach Ablauf des Lohnzahlungszeitraums gezahlt wird (R 39b.2 Abs.2 Nr.8 LStR). Man geht in diesem Fall dann vielmehr von einem sonstigen Bezug aus.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenFritz X., Mitarbeiter der Bund-AG, erhält seinen Dezemberlohn des Vorjahres am 26.1. des Folgejahres ausbezahlt.

Der Zufluss erfolgt hier also im Folgejahr (über drei Wochen nach dem Lohnzahlungszeitraum), so auch die Versteuerung.

Die Lohnsteuer wird mit dem Teilbetrag der Jahreslohnsteuer erhoben, welcher sich bei Umrechnung des laufenden Arbeitslohns auf einen Jahresarbeitslohn ergibt. Man erhebt bei einem Monatslohn also 1/12 der Jahreslohnsteuer, bei einem Wochenlohn entsprechend 7/360 und bei einem Tageslohn 1/360 der Jahreslohnsteuer.