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Abgabenordnung - Verspätungszuschläge

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Abgabenordnung

Verspätungszuschläge

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Inhaltsverzeichnis

Verspätungszuschläge sind als Druckmittel gedacht in den Fällen

  • einer verspäteten Abgabe bzw.
  • einer Nichtabgabe

von Steuererklärungen. Das Finanzamt kann diesen Verspätungszuschlag erheben (§ 152 I 1 AO), muss es aber nicht. Sollte ein gesetzlicher Vertreter die Verspätung zu verschulden haben, so wird dies einem Verschulden des Steuerpflichtigen als gleich angesehen (vgl. § 152 I 3 AO). Der Verspätungszuschlag beträgt höchstens 10 % der festgesetzten Steuer und darf nicht höher sein als 25.000 € (vgl. § 152 II 1 AO in der vor dem 01.01.2017 geltenden Fassung). Ab dem 01.01.2017 Neuregelung des § 152 AO, Anwendung erst für Veranlagungszeitraum 2018.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenFritz hat seine Steuererklärung ein ganzes Jahr zu spät abgegeben. Die festgesetzte Steuer beträgt 100.000 €. Wie hoch darf der Verspätungszuschlag höchstens sein?

Das Finanzamt darf höchstens einen Verspätungszuschlag in Höhe von
Verspät.zuschlagmax = min{0,1·festgesetzte Steuer; 25.000 €}
             = min{0,1·100.000; 25.000}
            = min {10.000; 25.000}
            = 10.000 €
festsetzen. Es ist aber auch frei darin, einen niedrigeren Prozentsatz als 10 % festzusetzen.

Hätte das Finanzamt also einen Verspätungszuschlag von 4 % festgesetzt, so läge der Verspätungszuschlag im obigen Beispiel genau bei 

Verspät.zuschlag = min{0,04·festgesetzte Steuer; 25.000 €}
= min{0,04·100.000; 25.000}
= min {4.000; 25.000}
= 4.000 €.

Beispiel

Hier klicken zum AusklappenBei Fritz beträgt die festgesetzte Steuer nunmehr 300.000 €, alles andere bleibt gleich. Wie hoch darf der Verspätungszuschlag höchstens sein?

Der Verspätungzuschlag, der höchstens erhoben werden darf, liegt bei
Verspät.zuschlagmax = min{0,1·festgesetzte Steuer; 25.000 €}
             = min{0,1·300.000; 25.000}
            = min {30.000; 25.000}
            = 25.000 €.

Video: Verspätungszuschläge