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Finanzmanagement - Importkredite

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Finanzmanagement

Importkredite

Importeure sehen sich dem Problem gegenüber, dass sie eine (importierte) Ware bezahlen müssen, diese weiterverarbeiten und erst später hieraus dann Erlöse erzielen können. Um diese Zeit zu überbrücken, stellen Banken sog. ImportKredite zur Verfügung. Diese erstrecken sich überlicherweise auf einen Zeitraum bis zu 90 Tagen.

Formen der Importkredite sind

  • Finanzierung der Akkreditiveröffnung

  • Importvorschüsse

  • Akzeptkredite

    • durch inländische Kreditinstitute

    • durch ausländische Kreditinstitute

      • Rembourskredite

Importvorschüsse werden zur Einlösung von Inkasso- oder AkkreditivDokumenten gewährt. Diese werden finanziert aus den Erlösen der weiterverkauften Waren. Die Kreditinstitute haben nach ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein Pfandrecht an den durch die Dokumente verkörperten Waren. Wenn die Dokumente an den Importeur ausgeliefert werden, wird dieses Pfandrecht aufgegeben. Oftmals bei Importvorschüssen wird vereinbart, dass der Kreditnehmer sich der Dokumente nur in einer bestimmten Weise bedienen darf oder auch andere Sicherheiten zu stellen hat.

Bei einem Rembourskredit kommt es zunächst zu einem Kaufvertrag zwischen dem Importeur und dem Exporteur. Anschließend schließen Importeur und seine Bank (= eröffnende Bank) einen Kreditvertrag ab, der Importeur beauftragt seine Bank mit dem Akkreditivauftrag.Diese (die Bank) legt das Akkreditiv an die Bank des Exporteurs (= Remboursbank = avisierende Bank) hinaus. Diese (die andere Bank) avisiert den Exporteur, welcher Tratte (= gezogener Wechsel, der vom Bezogenen noch nicht akzeptiert wurde) und Dokumente vorlegt.

Es folgt die Akzeptierung durch die Remboursbank und der Wechselankauf der Bank vom Exporteur. Der Importeur deckt den Kredit bei Fälligkeit seiner Bank, also der eröffnenden Bank, gegenüber, ab. Es kommt zur Anschaffung des Akzeptgegenwerts zwischen den beiden Banken, die auch eine Kreditlinie (= Fazilität) zwischen sich vereinbart haben.