ZU DEN KURSEN!

Umsatzsteuer - Unrichtiger Steuerausweis

Kursangebot | Umsatzsteuer | Unrichtiger Steuerausweis

Umsatzsteuer

Unrichtiger Steuerausweis

x
bibukurse JETZT WEITER LERNEN!

Weitere Lernvideos sowie zahlreiche Materialien erwarten dich:
Komplettpaket für Bilanzbuchhalter


2295 Lerntexte mit den besten Erklärungen

389 weitere Lernvideos von unseren erfahrenen Dozenten

2879 Übungen zum Trainieren der Inhalte

750 informative und einprägsame Abbildungen

Wenn der Rechnungsaussteller einen höheren Umsatzsteuerbetrag in der Rechnung ausweist, als er nach dem Umsatzsteuergesetz schuldet, so liegt ein unrichtiger Steuerausweis vor (§ 14c I 1 UStG). Die Rechtsfolge ist, dass der Unternehmer auch den Mehrbetrag, d.h. den Unterschiedsbetrag aus fälschlicherweise ausgewiesener Steuer und tatsächlich geschuldeter Steuer schuldet.

Beispiel

Hier klicken zum Ausklappen

Der Unternehmer A verkauft dem Privatmann B ein Buch für einen Betrag von 120 € netto zzgl. 22,80 € USt.

Es fand ein unrichtiger Steuerausweis statt. Bücher sind nach § 12 II Nr. 1 UStG i.V.m. Anlage 2 Nr. 49 mit 7 % zu besteuern und nicht mit 19 %, deshalb hätte die Umsatzsteuer bei 120·0,07 = 8,4 € liegen müssen. Aus diesem Grund hat der Unternehmer einen höheren Steuerbetrag, als er nach dem UStG schuldet, ausgewiesen und schuldet deswegen auch den Mehrbetrag in Höhe von 22,80 – 8,4 = 14,40 € (§ 14c I 1 UStG). Insbesondere schuldet er die Steuer (§ 13a I Nr. 1, 2. Alternative UStG) und nicht der Privatmann B.

Dies entspricht wohl auch dem allgemeinen Gerechtigkeitsempfinden: wer so tut, als würde er 120·0,19 = 22,80 € an den Staat abführen, darf nicht dadurch besser gestellt werden, dass er ja nach Bezahlung durch den Kunden in Wahrheit nur 120·0,07 = 8,40 € an den Staat abführt, denn die 8,40 € hatte der Kunde des Unternehmers ja in der Erwartung bezahlt, dass dies ein Teil sei, der dem Staat zusteht und nicht dem Unternehmer.

Video: Unrichtiger Steuerausweis