Merke
Nach DRS 21 werden die Zahlungsströme eines Unternehmens drei Bereichen zugeordnet:
- laufende Geschäftstätigkeit (auch: operative Tätigkeit),
- Investitionstätigkeit,
- Finanzierungstätigkeit.
Die Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds.
Laufende Geschäftstätigkeit
Die laufende Geschäftstätigkeit umfasst die Zahlungen aus dem Umsatzprozess sowie alle Zahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Sie steht in Verbindung zu den Konten, die bei der Ermittlung des Ergebnisses herangezogen werden.
Methode
Einzahlungen aus laufender Geschäftstätigkeit:
- Einzahlungen von Kunden,
- andere Einzahlungen aus laufender Geschäftstätigkeit.
Auszahlungen aus laufender Geschäftstätigkeit:
- Auszahlungen an Beschäftigte,
- Auszahlungen an Lieferanten,
- Auszahlungen für Ertragsteuern,
- andere Auszahlungen aus laufender Geschäftstätigkeit.
Investitionstätigkeit
Die Investitionstätigkeit ergibt sich meist aus einer Analyse der Konten des Anlagevermögens.
Methode
Einzahlungen aus Investitionstätigkeit:
- Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen,
- Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen,
- erhaltene Zinsen und Dividenden.
Auszahlungen für Investitionstätigkeit:
- Auszahlungen für den Kauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen,
- Auszahlungen für den Kauf von Finanzanlagen.
Finanzierungstätigkeit
Die Finanzierungstätigkeit wird meist bei einer Analyse der Eigen- und Fremdkapitalkonten ersichtlich. Sie umfasst die Zahlungen zwischen dem Unternehmen und seinen Eigen- und Fremdkapitalgebern.
Methode
Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit:
- Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Anteile,
- Einzahlungen aus der Ausgabe junger Anteile (Kapitalerhöhung),
- Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen.
Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit:
- Auszahlungen für den Kauf eigener Anteile,
- Auszahlungen an Anteilseigner (Dividenden),
- gezahlte Zinsen,
- Auszahlungen wegen Rückzahlung von Darlehen.
Merke
Problematik der Kapitalflussrechnung
Das Ziel einer Kapitalflussrechnung ist, alle Ein- und Auszahlungen einer Periode zu erfassen und einem der drei Bereiche zuzuordnen.
Ungenau wird die Kapitalflussrechnung, wenn Zahlungen, die ihrem Wesen nach Investitions- oder Finanzierungsvorgänge sind, der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet werden (oder umgekehrt). Zahlungen, die mehrere Bereiche betreffen, sind nach DRS 21 sachgerecht aufzuteilen oder dem vorrangigen Bereich zuzuordnen; wesentliche Zuordnungen sind anzugeben und zu erläutern, und die gewählte Zuordnung ist stetig beizubehalten.
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