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Finanzmanagement - Scheckarten

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Finanzmanagement

Scheckarten

Schecks lassen sich wie folgt systematisieren:

  • nach Art der Einlösung

  • nach Art der Übertragung

    • Orderscheck

    • Inhaberscheck

    • Rektascheck
       

  • nach der Einlösungsgarantie

    • nicht garantierte Schecks

    • garantierte euroschecks

    • bestätigte LZB-Schecks.

Barschecks lassen sich einlösen, indem sie dem Vorleger ausgezahlt werden. Dieser Vorleger kann der Kontoinhaber, aber auch jeder Dritte sein. Die Zahlung kann also auch an Nichtkontoinhaber erfolgen, was als Vorteil von Barschecks gewertet werden kann. Von Nachteil ist allerdings die Gefahr der Abhebung durch Unberechtigte bei Diebstahl oder Verlust. Verrechnungsschecks hingegen dürfen nur als Gutschrift vom bezogenen Kreditinstitut eingelöst werden. Hierzu trägt ein Verrechnungsscheck den Vermerk „nur zur Verrechnung“. Dieser kann vom Aussteller, aber auch von jedem Inhaber angebracht werden. Sollte dieser Vermerk gestrichen werden, so gilt die Streichung als nicht erfolgt. Als Vorteil eines Verrechnungsscheck lässt sich die größere Sicherheit erwähnen (im Vergleich zum Barscheck), denn es erfolgt keine Barauszahlung, der Weg des Einzugs lässt sich zurückverfolgen. Von Nachteil ist allerdings, dass keine Zahlung an Nichtkontoinhaber erfolgen kann.

Ein Orderscheck ist an den legitimierten Vorleger zahlbar. Hierfür tragen Schecks oft die Klausel „oder Order“.

Merke

Hier klicken zum AusklappenDies ist rechtlich entbehrlich, denn der Scheck ist kraft Scheckgesetz ein Orderpapier. Er wird insofern auch „geborenes Orderpapier“ genannt.

Sollte ein Orderscheck weitergegeben werden, so muss er hierfür indossiert werden. Hierdurch übertragt der Indossant das Recht aus dem Scheck auf eine dritte Person. Bei Nichteinlösung des Schecks kann diese dritte Person zur Zahlung im Wege des Rückgriffs verpflichtet werden.

Ein Inhaberscheck ist an den Vorleger zahlbar. Wenn also eine sog. Überbringerklausel angebracht wird, so wird der Scheck als zunächst geborenes Orderpapier zu einem Inhaberpapier. Die Übertragung eines Inhaberschecks erfolgt durch formlose Übereignung des Papiers. Das bezogene Kreditinstitut schließlich kann die Legitimation des Inhabers überprüfen, ist aber hierzu nicht verpflichtet.

Ein Rektascheck schließlich ist an den namentlich genannten Empfänger zahlbar. Sie kommen in der Praxis nicht vor.